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Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein einfaches, weit verbreitetes Screening-Instrument, das schätzt, ob eine Person ein gesundes Körpergewicht für ihre Größe hat. Entwickelt wurde er vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet zwischen 1830 und 1850 – der Quetelet-Index (wie er ursprünglich hieß) war für bevölkerungsstatistische Zwecke gedacht, nicht für die individuelle Gesundheitsdiagnose. Heute wird der BMI von Gesundheitsfachkräften weltweit als schnelle, nicht-invasive Methode zur Identifizierung potenzieller gewichtsbedingter Gesundheitsrisiken eingesetzt. Ärzte verwenden den klinischen BMI-Taillenumfang-zu-Größe-Risikorechner für metabolisches Syndrom für das Screening und die Behandlungsplanung. Diätassistenten und klinische Ernährungsberater nutzen das WHO-Klassifizierungs- und Stoffwechsel-Screening-Tool für die Patientenbeurteilung und Interventionsverfolgung. Fitnessprofis verwenden das Körperanalyse-Tool für Personal Trainer zur Zielsetzung und Fortschrittskontrolle neben Körperfettanteilsmessungen.
Der BMI wird berechnet, indem das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird. Die resultierende Zahl ordnet Sie einer Gewichtskategorie zu: Untergewicht (unter 18,5), Normalgewicht (18,5–24,9), Übergewicht (25,0–29,9) oder Adipositas (30,0 und darüber). Laut der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit über 2,5 Milliarden Erwachsene übergewichtig, darunter 890 Millionen mit Adipositas – fast dreimal so viele wie 1975.
Obwohl der BMI ein nützlicher Ausgangspunkt für die Gesundheitsbewertung ist, hat er wichtige Einschränkungen. Er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse, berücksichtigt nicht, wo Fett im Körper verteilt ist, und ist möglicherweise nicht für alle ethnischen Gruppen gleichermaßen genau. Sportler mit hoher Muskelmasse können beispielsweise als übergewichtig eingestuft werden, obwohl sie bei ausgezeichneter Gesundheit sind, während manche Personen mit normalem BMI ungesunde Werte an viszeralem Fett aufweisen können. Aus diesem Grund verwenden Ärzte den BMI oft zusammen mit dem Taillenumfang und anderen Messungen für eine umfassendere Bewertung.
Maria wiegt 68 kg und ist 165 cm groß. Ihr BMI beträgt 68 / (1,65 × 1,65) = 24,98 kg/m² – Normalgewicht (oberer Bereich). Würde sie 3 kg abnehmen, läge ihr BMI bei 23,9. Als Sportlerin könnte der BMI ihren Körperfettanteil überschätzen.
BMI unter 18,5 = Untergewicht: Möglicherweise müssen Sie zunehmen, um Ihre Gesundheit zu verbessern. Konsultieren Sie einen Arzt, wenn es unbeabsichtigt ist. | BMI 18,5–24,9 = Normalgewicht: Dies ist der gesunde Bereich, der mit dem geringsten Risiko für gewichtsbedingte Gesundheitsprobleme verbunden ist. | BMI 25,0–29,9 = Übergewicht: Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck. Ernährung und Bewegung werden empfohlen. | BMI 30,0+ = Fettleibigkeit: Deutlich erhöhte Gesundheitsrisiken. Eine ärztliche Beratung wird dringend empfohlen. Hinweis: Der BMI ist ein Screening-Instrument, kein diagnostischer Test. Bei Sportlern und älteren Erwachsenen können die Ergebnisse irreführend sein.
| BMI Range | Category |
|---|---|
| < 18.5 | Untergewicht |
| 18.5 – 24.9 | Normalgewicht |
| 25.0 – 29.9 | Übergewicht |
| ≥ 30.0 | Fettleibigkeit |